GRENZ|GRAT. Das Trio Zeitsprung widmet dieses Programm mit Musik und Wort dem Gratwandern, dem auf der Kippe Stehen, dem Balancieren, der Erfahrung ständiger Bewegung und Entwicklung. Es beleuchtet die Grenze als etwas, das verschiebbar, fest, ungewollt, notwendig, zu überwinden oder zu ziehen ist. Die raffinierte Inszenierung von Musik unterschiedlicher Epochen und Stile mit Texten fordert zu überraschenden und vielschichtigen Zeit-Sprüngen, Perspektivwechseln und „Grenzerfahrungen“ auf. Mit dabei sind u.a. Werke von J.S. Bach, J.-M. Hotteterre, E. Schulhoff, T. Johnson sowie Folk und die Aufführung eines Auftragswerks für das Programm Grenz|Grat von Christian Diemer. Außerdem sind Texte von Gertrude Stein und Dota Kehr sowie ein Ausstellungsobjekt des Künstlers Christoph Goy zu hören und zu sehen.

Geh hinaus.... In seinem Sommer-Programm widmet sich das Trio Zeitsprung der Fülle des Lebens. So wie die sommerliche Fülle in der Natur voll zu erleben ist, entspricht ihr ein inneres Erleben von grenzenloser Lebendigkeit. Musik unterschiedlicher Stile und lyrische Texte kreisen um das Aufwachen, das „Hinaus-Gehen“ und das „Voll-Sein“. Zu hören sind Kompositionen des 16. - 20. Jahrhunderts (W. Byrd, M. Locke, A. Corelli, C.Ph.E. Bach, E. Varèse), sowie osteuropäischer Folk, eigene Improvisationen und Texte u.a. von Kabir und Paul Gehrhardt .

"woher'wohin". Das Trio Zeitsprung macht sich in seinem Konzertprogramm woher'wohin auf den Weg. Es folgt Spuren, die weit zurück reichen in Zeit und Raum und solchen, die in die Ferne weisen. Musik und Texte des Programms widmen sich dem Unterwegs-Sein: dem Aufbruch, der Hoffnung, der Freude, der Unsicherheit, dem Innehalten, der Ziellosigkeit, der Zielstrebigkeit. Das Trio Zeitsprung kreist so kunstvoll den existenziellen Inhalt des Ostergeschehens ein: die Lebensfreude in Anbetracht der Vergänglichkeit des Lebens, das Aufsteigen des Geistes bei Stillstand des Atems, die Hoffnung auf die Sinnhaftigkeit unseres Seins. Zu hören sind Kompositionen unter anderem von Guillaume Dufay, Johann Sebastian Bach und eine Uraufführung von James Hewitt sowie Folk und Improvisationen. Das Trio Zeitsprung präsentiert sich wie gewohnt vielseitig mit historischem und modernem Instrumentarium, vokalen Einlagen sowie Texten unter anderem aus der Bibel, von Khalil Gibran und Angela Krauß.

"Der Wind weht, wo er will...". Passend zu Pfingsten geht das Trio damit im Mai 2013 auf Tour. Wie gehabt auch diesmal mit einer Kombination aus Texten und Musik aus verschiedenen Zeiten und Stilen in einem räumlich inszenierten Konzert über/von und mit dem Geist. Der Geist soll im Konzert konkret erfahrbar werden als Geist des Anfangs, Geist des Zusammenseins, Geist der Freiheit, Geist der Auflösung; als Geist, der alles und alle durchdringt. Mit dabei sind Werke u.a. von Wolkenstein, Dufay, Uccellini, Biber, die Uraufführung einer neuen Komposition von N. Trüstedt, Folk - außerdem Bibeltexte und Gedichte zum Thema.

In unserem Konzertprogramm zur Passionszeit spannen wir einen Bogen vom freudigen Einzug in Jerusalem zum Leiden am Kreuz bis hin zur Trauer der Hinterbliebenen-mit Musik u.a. von J.S. Bach (Musikalisches Opfer), H.I.F. Biber (Kreuzigungssonate), I. Yun (Inventionen), eigenen Improvisationen und Texten von H.-D. Hüsch, K. Gibran u.a.

Im Herbst 2009 entstand das Erntedank-Programm mit dem Thema "Die Erde schenkt.": eine Übung im Sich-beschenken-lassen und das Einfahren einer reichen Ernte an bulgarischer und irischer Volksmusik, zeitgenössischer Musik, Barockmusik und Improvisation, dazu Gedichte von R.M. Rilke, Auszüge aus dem Matthäus-Evangelium und ein Haiku.

"O Mensch, lerne tanzen" lautet Augustinus' Aufforderung zum Tanz-und so auch ein weiteres Programm. Tanzmusik unterschiedlicher Epochen und Texte von Augustinus, M. v. Magdeburg und Th. Fontane verdeutlichen die vielen Facetten des Tanzens: Tanzen als Ausdruck von Freude und Trauer, als Kontemplation oder zur Belebung.

Mit Musik unterschiedlicher Epochen und Stile gestaltet das Trio Zeitsprung seine Hommage an Hans im Glück. Die Musiker setzen sich musikalisch und anhand von Texten - u.a. von Rilke und den Gebrüdern Grimm - mit dem Thema "Festhalten und Loslassen" auseinander: das Loslösen von Vertrautem, die Öffnung für Neues, die Suche nach einer neuen Begegnung mit dem Altbekannten.

"... da wird auch dein Herz sein": Konzert mit Wort und Musik zum Gedenktag des deutschen Einmarsches in die Sowjetunion
Görlitz, StaLag VIIIa, Terrain der ehemaligen Theaterbaracke, 22. Juni 2011, 17 Uhr
Anlässlich des Gedenktags des deutschen Einmarsches in die Sowjetunion am 22. Juni 1941 gestaltete das Trio Zeitsprung ein Konzert mit Musik unterschiedlicher Epochen und Gedichten von Rose Ausländer und Hilde Domin. Die MusikerInnen setzten sich mit dem Thema "Gegenwärtig-Sein" auseinander. Es ging um den Umgang mit Vergangenem, um Festhalten und Loslassen, um Wiederkehr, Veränderung, Freiheit und die Öffnung für Neues. Werke der Alten Musik (J.S. Bach, J. Boismortier, S. Calvisius), der Romantik (M. Reger) und zeitgenössische Kompositionen (K. Stockhausen, I. Yun, N. Forte) sowie Folk und Improvisation waren zu hören.

Von Licht und Leben Dieses Programm ist der Osterzeit gewidmet. Das sich mehrende Tageslicht in dieser Jahreszeit erscheint als Metapher für wiedergeborenes Leben. Die Gegenpole Dunkelheit - Licht, Tod - Leben, wie auch Nuancen und Intensitäten von Licht werden im Konzert erlebbar mit Musik, ausgewählten Texten und innerhalb der Inszenierung im Raum.